Ist ein kostenloses Girokonto oder Gemeinschaftskonto möglich?

Seit diesem Jahr werden die Girokonten alle teurer. Die Kontoführungsgebühren steigen weiter in die Höhe und werden monatlich vom Betreiber abgebucht. Überweisungen und Abhebung was bleibt denn da noch gratis? Manche Banken verdoppeln sogar ihre Kontoführungsgebühren. Oder verlangen zusätzlich noch eine Jahresgebühr.

Kostenloses Girokonto bei Direktbanken

Um Kunden dauerhaft binden zu können, bieten einige Banken, zum Beispiel die Commerzbank, ein kostenloses Girokonto an. Meist sollte das Kleingedruckte gelesen werden, denn oftmals sind nur die Überweisungen inklusive, und die Geldkarte kostet extra. Durch ein Gesetz sind solche Fallen aber nun nicht mehr rechtens.

Das Girokonto ist seit 2017 für viele eine teure Angelegenheit, denn jede Überweisung und das Abheben des Geldes kostet den Nutzer noch einmal zusätzlich. Je nach Bank können die Kontoführungsgebühren auf bis 100 EUR im Jahr berechnet werden. Meist sind es Filialbanken, die so hohe Gebühren erheben. Direktbanken geben den Kunden eher die Chance auf ein kostenloses Girokonto, da diese ganz andere Konditionen haben. Da gehört auch die kostenlose Kontoführung. Die Direktbanken sind nur online zu besuchen, deshalb sparen diese sich das Geld für Filialen und können so hohe Kosten sparen. Diesen Vorteil geben die Online Banken direkt an die Kunden weiter.

Gemeinschaftskonten sind hohe Kostenträger

Gerade bei Gemeinschaftskonten oder Partnerkonten sind die Kosten sehr hoch, da viele Überweisungen von diesem Konto abgehen. Von beiden Partner geht dort das Gehalt ein, und von beiden Partnern gehen die Fixkosten ab. Doppelte Abbuchung, doppelte Kosten. Für Partnerkonten sollte deshalb ein Girokonto gesucht werden, welches Kostenlos angeboten wird und auch kostenlos bleibt. Bei einigen Banken ist nur das erste Jahr kostenlos und dann werden Gebühren erhoben. Oftmals werden auch keine Gebühren verlangt, wenn es regelmäßige Einzahlungen gibt. Gehalt oder Rente sind dabei ein gutes Beispiel. Bei manchen Konten reichen auch schon Zahlungen wie Unterhalt oder Miete. Und bei seltenen Fällen reichen auch ein paar Transaktionen im Monat. Da sollte sich jeder genau informieren.

Haushaltskonto eröffnen

Kreditkarten können weitere Kosten verursachen

Bei einer Eröffnung eines Bankkontos sollten nicht nur eventuelle Kontoführungsgebühren in Betracht gezogen werden, sondern auch die Gesamtkosten. Kreditkarten können da schnell zur Falle werden. Denn meistens gibt es sehr hohe Jahresgebühren für Kreditkarten. Auch beim Online-Banking sollte Vorsicht geboten sein, denn ein TAN-Generator berechnet pro gesendete SMS. Um Überweisungen online zu tätigen ist diese SMS aber wichtig. Bei der Eröffnung eines Partnerkontos sollte also jede Kondition genau überprüft werden.
Braucht man den Mindestgeldeingang?

Ein Mindesteingang sollte auch keine Pflicht sein. Bei Studenten sind solche Zahlungen schwierig zu leisten. Der Mindesteingang wird durch die Banken festgelegt und ist mit einem Gehalt sicher sehr gut zu erreichen. Ist der Nutzer unsicher, ob der Mindesteingang erreicht werden kann, kann dieser auch Gebühren zahlen. Im Zweifel sollten sich die Partner also lieber für eine Bank entscheiden, die keinen Mindesteingang vorgibt.

Zusammenfassend sind folgende Kriterien sehr wichtig bei der Kontoeröffnung:

  • monatliche Kontoführungsgebühren
  • Kosten für die Kreditkarten
  • Gebühren für die Partnerkarten
  • Kosten für die Einzahlungen
  • Gebühren für die Überweisungen (beleghaft und beleglos)

100% kostenlose Girokonten (ohne Kontoführungsgebühren) gibt es trotzdem

Einige Banken bieten ein Girokonto aber auch gratis an, ohne das bestimmte Voraussetzungen erfüllt werden müssen. Dieses Girokonto ist perfekt als Haushaltskonto, da diese keinen Mindesteingang fordern. Diese Konten nennen sich Girokonten ohne Mindesteingang. Diese Konten sind vollkommen kostenlos und sind für Partnerkonten absolut geeignet, da weder Kontoführungsgebühren, noch ein Mindesteingang gefordert werden. Ein optimales Konto für Paare ist ein Gemeinschaftskonto.

Girokonto eröffnen ist sehr einfach

Wer heutzutage ein Girokonto eröffnen will steht oft vor einem Dschungel schier endloser Möglichkeiten. Doch woher weiß der normale Kunde eigentlich, ob er ein Trendkonto, Jedermannkonto, Onlinekonto oder Standardkonto benötigt, um nur ein paar Beispiele zu nennen.

Jedes Konto wartet mit anderen Inklusivleistungen auf, jedes Konto hat andere Kosten. Doch es gibt ein paar Dinge, die man bei der Eröffnung beachten sollte, um letztendlich das passende Produkt zu erhalten.

Ein Mann hält eine Girocard

Um sich für ein Girokonto zu entscheiden, sollten Sie im Voraus festlegen, welche Punkte besonders wichtig sind. Wenn Sie jemand sind, der beispielsweise alles online macht und so gut wie nie einen Schalter in der Bank aufsucht, dann benötigen Sie ein Konto, das online komfortabel und schnell zu benutzen ist. In den meisten Fällen sind dies auch die günstigsten Konten.

Doch vorsicht: Oftmals sind Sie, wenn Sie sich für die Onlinevariante entscheiden, stark in Ihrem Handlungsspielraum eingeschränkt. Funktioniert also mal der Computer nicht oder Sie können gerade nicht online arbeiten und müssen Ihre Überweisung in Papierform abgeben, dann kann das schnell sehr teuer werden. Überlegen Sie sich also gut, was Sie brauchen.

Passen Sie genau auf, welche Leistungen in der Grundgebühr bereits enthalten sind. Wenn Sie eine niedrige Grundgebühr möchten, aber oft Schalterdienste nutzen, die wiederum teuer zu Buche schlagen, dann kommen Sie hier unterm Strich teurer bei weg, als wenn Sie gleich ein Modell wählen, bei dem Sie zwar eine höhere Grundgebühr zahlen, aber einige wichtige Inklusivleistungen kostenfrei nutzen können. Sicherlich ist es ärgerlich, wenn Sie eine hohe Gebühr zahlen müssen, noch ärgerlicher ist es allerdings, wenn Sie am Ende überlegen müssen, ob Sie sich diese eine Überweisung überhaupt noch leisten können.

Gerade in Zeiten, wo schon das Geldabheben oder Einzahlen am Schalter, die papierhafte Überweisung oder der Scheckeinreicher hohe Gebühren kosten, lohnt es sich, vorher einmal genau durchzurechnen, was man eigentlich ungefähr wie viel im Monat braucht. Machen Sie sich dazu ruhig mal für zwei oder drei Monate, bevor Sie ihr Konto wechseln, eine kleine Liste. So sehen Sie, wie oft Sie wirklich einen Schalterauftrag haben oder ob tatsächlich die Onlineversion ausreichend ist.

Außerdem, es lohnt sich bei den verschiedenen Banken die Gehaltsgrenzen für kostenlose Girokonten zu vergleichen. Haben Sie eine gefunden, bei der Ihr Gehalt innerhalb der Grenze liegt und wo auch die sonstigen Leistungen Ihren Vorstellungen entsprechen, dann schlagen Sie zu. Günstiger werden Sie es wohl kaum bekommen.